KI-Crawler blockieren und trotzdem in ChatGPT gefunden werden

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Dennis Hanstein

Dennis Hanstein

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Digital

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13 Minuten

Silbernes Metallobjekt mit zwei schmalen Öffnungen auf einer cremefarbenen Fläche. Eine Öffnung ist geschlossen, durch die andere fällt ein Lichtstreifen.
Frage

Kann ich KI-Training auf meiner Website sperren und trotzdem in ChatGPT erscheinen?

Antwort

Ja. OpenAI trennt Training und Suche über zwei Bots. Sperrst du in der robots.txt GPTBot und erlaubst OAI-SearchBot, sollen deine Inhalte nicht ins Training der KI-Basismodelle von OpenAI fließen. In den Suchantworten von ChatGPT kann deine Website trotzdem erscheinen. Eine Nennung garantiert das nicht, es schließt sie nur nicht aus.

Quelledhigital.archive, Dennis Hanstein

Frage

Kann ich KI-Training auf meiner Website sperren und trotzdem in ChatGPT erscheinen?

Antwort

Ja. OpenAI trennt Training und Suche über zwei Bots. Sperrst du in der robots.txt GPTBot und erlaubst OAI-SearchBot, sollen deine Inhalte nicht ins Training der KI-Basismodelle von OpenAI fließen. In den Suchantworten von ChatGPT kann deine Website trotzdem erscheinen. Eine Nennung garantiert das nicht, es schließt sie nur nicht aus.

Quelledhigital.archive, Dennis Hanstein

Das Wichtigste

Zwei Bots, zwei Zwecke: OpenAI trennt Training und Suche. GPTBot sammelt Inhalte fürs Training, OAI-SearchBot holt Websites in die Suche von ChatGPT. Beide lassen sich laut OpenAI unabhängig voneinander erlauben oder sperren.

Suche gesperrt heißt unsichtbar: Sperrst du OAI-SearchBot, erscheint deine Website laut OpenAI nicht in den Suchantworten von ChatGPT, höchstens noch als Navigationslink.

Anthropic trennt genauso: ClaudeBot sammelt Inhalte fürs Training. Eine Sperre von Claude-SearchBot kann laut Anthropic die Sichtbarkeit in Claude verringern.

PerplexityBot ist kein Trainings-Bot: Laut Perplexity dient er der Suche. Wer ihn sperrt, sperrt den Suchzugang.

Google-Extended betrifft Gemini, nicht die Google-Suche: Für die KI-Übersichten gibt es seit August 2026 einen eigenen Schalter in der Search Console.

Sperren sitzen nicht nur in der robots.txt: Auch eine Firewall oder ein Dienst wie Cloudflare kann KI-Bots abweisen.

Stand: 3. November 2026

Bei Website-Checks habe ich schon gesperrte KI-Bots gefunden. Von außen sieht man einer Sperre nicht an, ob sie gewollt ist. Hinter ihr kann ein klarer Wunsch stehen: Die eigenen Texte sollen nicht ins KI-Training. Dafür musst du aber nicht jeden KI-Bot aussperren, denn bei OpenAI und Anthropic laufen Training und Suche über verschiedene Bots.

Hier liest du, welcher Bot wofür zuständig ist, welche robots.txt zu welchem Ziel passt und wie du deine eigene Website prüfst.

Kann ich KI-Training sperren und trotzdem in ChatGPT erscheinen?

Ja, bei ChatGPT geht das. OpenAI nutzt für Training und Suche zwei Bots, die du in der robots.txt einzeln erlauben oder sperren kannst.

GPTBot sammelt Inhalte, die ins Training der KI-Basismodelle von OpenAI einfließen können. Sperrst du ihn, signalisierst du laut OpenAI, dass deine Inhalte dafür nicht genutzt werden sollen. OAI-SearchBot sorgt dafür, dass Websites in den Suchergebnissen von ChatGPT auftauchen. Laut der Dokumentation von OpenAI zu seinen Crawlern sind beide Einstellungen unabhängig voneinander. Erlaubst du beide, kann OpenAI einen einzigen Abruf für beide Zwecke nutzen.

Die Gegenrichtung zählt genauso. Sperrst du OAI-SearchBot, erscheint deine Seite laut OpenAI nicht in den Suchantworten von ChatGPT, höchstens noch als Navigationslink. Für die Suche empfiehlt OpenAI außerdem, Anfragen aus seinen veröffentlichten IP-Bereichen zuzulassen. Eine Firewall kann den Such-Bot also abweisen, obwohl die robots.txt ihn erlaubt.

Nach einer Änderung der robots.txt brauchen die Suchsysteme von OpenAI laut eigener Angabe etwa 24 Stunden. Die Freigabe macht eine Nennung in ChatGPT möglich, erzwingen kann sie sie nicht.

Das gilt für OpenAI. Die anderen Anbieter regeln es ähnlich, aber nicht gleich.

Welcher KI-Bot macht was?

Für deine Entscheidung zählt bei jedem Bot eine Frage: Holt er Inhalte fürs Training, für die Suche oder nur dann, wenn ein Nutzer gerade danach fragt? Such-Bots entscheiden mit, ob du in KI-Antworten auftauchst. Trainings-Bots liefern Material für künftige Modelle.

Bot

Zweck

Folge einer Sperre

GPTBot (OpenAI)

Training

Inhalte sollen nicht ins Training von OpenAI

OAI-Search­Bot (OpenAI)

Suche in ChatGPT

keine Suchtreffer in ChatGPT, höchstens als Link

ChatGPT-User (OpenAI)

Abruf auf Nutzerfrage

robots.txt gilt womöglich nicht

ClaudeBot (Anthropic)

Training

künftige Inhalte nicht ins Training

Claude-Search­Bot (Anthropic)

Suche in Claude

kann die Sichtbarkeit in Claude verringern

Claude-User (Anthropic)

Abruf auf Nutzerfrage

kein Abruf mehr auf Nutzerfragen

Perplexity­Bot (Perplexity)

Suche in Perplexity

Perplexity empfiehlt, ihn zu erlauben

Perplexity-User (Perplexity)

Abruf auf Nutzerfrage

robots.txt wird in der Regel nicht beachtet

Google-Ex­tended (Google)

Training und Groun­ding in Gemini

Google-Suche bleibt unberührt

Quellen: Dokumentationen von OpenAI, Anthropic, Perplexity und Google, Stand 3. November 2026. Microsoft ändert seine Regeln gerade, mehr dazu im Abschnitt über 2027.

Drei Zeilen der Tabelle brauchen eine Erklärung.

PerplexityBot sammelt keine Trainingsdaten. Laut den Angaben von Perplexity zu seinen Crawlern dient er der Suche und wird nicht genutzt, um Inhalte für KI-Basismodelle zu sammeln. Wer PerplexityBot sperrt, sperrt also den Such-Bot.

Die Bots für Nutzerfragen halten sich nicht alle an die robots.txt. Für ChatGPT-User und Perplexity-User gilt sie laut den Anbietern womöglich nicht. Anthropic schreibt im Hilfe-Center zu seinen Crawlern dagegen, dass sich seine Bots daran halten. Über die ChatGPT-Suche entscheidet laut OpenAI ohnehin OAI-SearchBot.

Google-Extended ist kein eigener Bot. Laut Googles Dokumentation zu Google-Extended ist es eine Kennung in der robots.txt, gecrawlt wird mit den normalen Google-Bots. Sie steuert das Training künftiger Gemini-Modelle und das Grounding in den Gemini Apps, also das Nachschlagen aktueller Inhalte für eine Antwort. Auf die Google-Suche hat sie laut Google keinen Einfluss, ein Rankingsignal ist sie auch nicht.

So sieht die robots.txt aus

Die robots.txt ist eine Textdatei im Hauptverzeichnis deiner Website, erreichbar unter deinedomain.de/robots.txt. Welche Regeln hineingehören, hängt von deinem Ziel ab:

Dein Ziel

robots.txt

Außerdem

Gefunden werden, Training erlaubt

keine KI-Sperre

Firewall prüfen

Gefunden werden, kein Training

GPTBot und ClaudeBot sperren

Google-Ex­tended getrennt entscheiden

Gar nicht in KI-Antworten

auch die Such-Bots sperren

Google-Ex­tended und Schalter in der Search Console

Ganz ausschließen kannst du KI-Antworten auch mit der dritten Zeile nicht. Abrufe auf Nutzerwunsch wie ChatGPT-User und Perplexity-User halten sich laut den Anbietern womöglich nicht an die robots.txt.

Wie die zweite Zeile in der Datei aussieht, zeigt ein Beispiel. Es ist ein Muster zur Erklärung, kein Fall von einer echten Website. Angenommen, jemand will das KI-Training verhindern und sperrt dafür alle KI-Bots, die er findet:

# Vorher: alle KI-Bots gesperrt
User-agent: GPTBot
User-agent: OAI-SearchBot
User-agent: ClaudeBot
User-agent: Claude-SearchBot
User-agent: PerplexityBot
Disallow

# Vorher: alle KI-Bots gesperrt
User-agent: GPTBot
User-agent: OAI-SearchBot
User-agent: ClaudeBot
User-agent: Claude-SearchBot
User-agent: PerplexityBot
Disallow

# Vorher: alle KI-Bots gesperrt
User-agent: GPTBot
User-agent: OAI-SearchBot
User-agent: ClaudeBot
User-agent: Claude-SearchBot
User-agent: PerplexityBot
Disallow

Mehrere User-agent-Zeilen über einer Regel bilden eine Gruppe, die Regel gilt für alle. Diese Datei sperrt das Training von OpenAI und Anthropic. Sie sperrt aber auch die Suche in ChatGPT, Claude und Perplexity. Für das eigentliche Ziel reicht diese Gruppe:

# Nachher: nur KI-Training gesperrt
User-agent: GPTBot
User-agent: ClaudeBot
Disallow

# Nachher: nur KI-Training gesperrt
User-agent: GPTBot
User-agent: ClaudeBot
Disallow

# Nachher: nur KI-Training gesperrt
User-agent: GPTBot
User-agent: ClaudeBot
Disallow

Für die Such-Bots gilt jetzt der allgemeine Block User-agent: *. Fehlt er, gelten für sie keine robots.txt-Regeln, so legt es der Internet-Standard RFC 9309 fest. Steht im allgemeinen Block Disallow: /, bleiben die Such-Bots allerdings gesperrt.

Google-Extended steht bewusst nicht im Beispiel, weil die Kennung neben dem Training auch das Grounding in Gemini sperrt.

Beim Einbau helfen drei Regeln:

  • Ein eigener Block ersetzt den allgemeinen. Hat ein Bot eine eigene Gruppe, liest er den Block User-agent: * nicht mehr mit. Google schreibt ausdrücklich, dass eigene und allgemeine Gruppen nicht zusammengeführt werden. Legst du etwa einen Block an, der OAI-SearchBot ausdrücklich erlaubt, gilt eine allgemeine Sperre für deinen Admin-Bereich für ihn nicht mehr. Wiederhole solche Sperren dann in seinem Block.

  • Jede Subdomain braucht eine eigene Datei. Eine robots.txt gilt nur für den Host, auf dem sie liegt. Für shop.deinedomain.de zählt also nicht die Datei von deinedomain.de.

  • Sperre über die robots.txt, nicht über IP-Adressen. Anthropic schreibt, dass eine Sperre über IP-Adressen den Opt-out unzuverlässig machen kann, weil der Bot dann die robots.txt nicht mehr lesen kann.

Eine Sperre ist eine Bitte an die Bots, kein technischer Schutz. Die genannten Anbieter sagen zu, sie zu beachten, mit den beschriebenen Ausnahmen für Abrufe auf Nutzerwunsch.

Was sich bis 2027 ändert

Die heutigen Bot-Regeln gelten weiter. Neu kommt ein gemeinsames Signal fürs Training dazu, außerdem trennt Microsoft Training und KI-Antworten.

Bisher sperrst du jeden Trainings-Bot einzeln. Eine Arbeitsgruppe der IETF, die Internet-Standards entwickelt, arbeitet an einem gemeinsamen Signal. Damit sagst du allen teilnehmenden Anbietern zugleich, ob du Training erlaubst. Google und Microsoft nennen dafür die Zeile User-Agent: __usage_ai-training in der robots.txt. Noch ist das ein Entwurf und kein fertiger Standard.

Anbieter

Angekündigt

Ab wann

OpenAI

beachtet das gemeinsame Signal

in den kommenden Monaten

Google

will das Signal unterstützen

Anfang 2027

Microsoft

Signal plus eigene Einstellung für KI-Antworten

ab 1. Februar 2027

Quellen: Ankündigung von OpenAI vom 30. Oktober 2026, Crawler-Dokumentation von Google, Bing Blog vom 30. Oktober 2026. OpenAI hat die genaue Umsetzung noch nicht veröffentlicht, die Steuerung über GPTBot und OAI-SearchBot gilt laut OpenAI weiter.

Am weitesten geht Microsoft. Laut dem Bing Blog vom 30. Oktober 2026 stellst du ab Februar 2027 zwei Dinge getrennt ein: das Training und das Grounding, also ob deine Inhalte als Quelle für Antworten in Bing, Copilot und Microsoft 365 dienen. Das Grounding regelst du je Seite über ein Meta-Tag oder einen HTTP-Header. Als Beispiel nennt Microsoft genau den Fall aus diesem Artikel: Training sperren, Grounding erlauben. Die normale Bing-Suche bleibt unberührt, ohne eigene Angabe gilt beides als „erlaubt“.

Für die meisten Websites heißt das: Jetzt musst du nichts umbauen. Handeln musst du nur, wenn deine Seiten die Microsoft-Angaben NoArchive oder NoCache nutzen. Ab dem 1. März 2027 liest Microsoft sie nicht mehr als Wunsch zu Training oder Grounding, bis dahin stellst du auf die neuen Angaben um.

Kurzer Selbstcheck: Sperrt deine Website KI-Bots aus?

Eine Sperre kann an drei Stellen sitzen: in der robots.txt, in einer Firewall vor deiner Website und in den Einstellungen bei Google. Für die ersten beiden reichen der Browser und eine Nachfrage beim Hoster. Für die dritte brauchst du Zugang zur Google Search Console.

1. Die robots.txt lesen. Ruf deinedomain.de/robots.txt im Browser auf. Such nach den Bot-Namen aus der Tabelle und nach der Zeile Disallow: /. Schau dir besonders den Block User-agent: * an. Steht dort Disallow: /, gilt die Sperre für jeden Bot ohne eigenen Block, also auch für die Such-Bots von OpenAI, Anthropic und Perplexity. Meldet der Browser „nicht gefunden“, gibt es keine robots.txt und damit dort keine Sperre. Zeigt er einen Serverfehler, lass das beheben: Google stellt laut eigener Doku dann in den ersten 12 Stunden das Crawlen deiner Website ein.

2. Hoster und Firewall prüfen. Sperren können auch in einem Dienst sitzen, der vor deiner Website läuft. Ein Beispiel ist Cloudflare. Laut Cloudflare-Changelog vom 1. Juli 2026 können dort alle Kunden, auch im kostenlosen Tarif, KI-Verkehr getrennt nach Suche, Agenten und Training steuern. Für neue Domains gilt laut Changelog ab dem 15. September 2026 eine Voreinstellung: Training und Agenten sind auf Seiten mit Werbung gesperrt, die Suche bleibt erlaubt. Nutzt du einen anderen Anbieter, frag beim Support nach, ob KI-Bots gefiltert werden.

3. Search Console ansehen. Der robots.txt-Bericht in der Google Search Console zeigt, welche robots.txt Google gefunden hat, wann Google sie zuletzt abgerufen hat und ob Fehler auftraten. Seit dem 31. August 2026 gibt es dort laut Google für alle Websites weltweit außerdem einen Schalter: Damit entscheidest du, ob deine Seite in den KI-Funktionen der Google-Suche erscheint, etwa in den KI-Übersichten und im AI Mode. Wer sich abmeldet, bekommt von dort weder Besucher noch Impressionen. Prüf also, ob der Schalter so steht, wie du es willst.

In den Bing Webmaster Tools gibt es ab dem 15. Dezember 2026 eine Übergangseinstellung für KI-Antworten, laut Microsoft aber nur für Websites mit NoArchive oder NoCache. Alle anderen müssen dort nichts tun.

Findest du eine Sperre, die du nicht kennst, kläre zuerst, wer sie gesetzt hat und warum. Manchmal steckt eine bewusste Entscheidung dahinter, manchmal eine Voreinstellung, die nie jemand angesehen hat.

Fünf Fehler beim Sperren von KI-Bots

Die folgenden Fehler entstehen, wenn Training und Suche verwechselt werden oder nur eine Stelle geprüft wird. Die Gründe stehen in den Abschnitten oben.

Fehler

Folge

Besser

Google-Ex­tended pauschal sperren

auch kein Groun­ding in Gemini

getrennt entscheiden

Perplexity­Bot fürs Training sperren

Suchzugang weg, beim Training nichts gewonnen

Perplexity­Bot erlauben

ChatGPT-User für den Such-Bot halten

keine Wirkung auf die ChatGPT-Suche

OAI-Search­Bot steuern

Disallow: / unter User-agent: *

alle Such-Bots ohne eigenen Block gesperrt

diesen Block zuerst prüfen

nur die robots.txt prüfen

Sperre in Firewall oder Plugin übersehen

Hoster und Dienste fragen

Training sperren: wann es sich lohnt und wann nicht

Das ist eine Abwägung, keine technische Frage. Wer gefunden werden will, lässt die Such-Bots offen. Ob du zusätzlich das Training sperrst, hängt davon ab, wie wichtig dir die Kontrolle über deine Inhalte ist.

Für eine Sperre spricht vor allem, dass du selbst bestimmst, was mit deinen Texten passiert. Wer eigenes Fachwissen veröffentlicht, will es vielleicht nicht in Trainingsdaten sehen. Bei Anthropic gilt die Sperre laut Hilfe-Center für künftige Inhalte.

Einen technischen Nachteil der Trainingssperre dokumentieren OpenAI und Anthropic nicht, denn der Such-Bot lässt sich bei beiden getrennt steuern. Microsoft schreibt, dass freigegebenes Training helfen kann, künftige Modelle zu verbessern. Dass dir freigegebene Trainingsdaten später Nennungen bringen, sagt keiner der hier genannten Anbieter zu. Laut Microsoft garantiert weder das erlaubte Training noch das erlaubte Grounding eine Aufnahme, Besucher oder eine Bezahlung.

Bei Google liegt der Fall anders. Google-Extended verbindet Training und Grounding in den Gemini Apps, eine Sperre trifft beides.

Meine Sicht als jemand, der Websites baut: Zuerst muss die Seite für die Such-Bots lesbar sein. Sperrst du OAI-SearchBot, erscheint sie laut OpenAI nicht in den Suchantworten von ChatGPT. Auch Anthropic und Perplexity verknüpfen ihre Such-Bots mit der Sichtbarkeit in ihren Antworten. Die Frage nach dem Training kommt danach. Die entscheidet jeder Inhaber für sich.

Eine Grenze gehört dazu: Dieser Artikel klärt die technische Seite. Rechtliche Fragen, etwa zum Nutzungsvorbehalt nach Urheberrecht, behandelt er nicht.

Häufige Fragen

Verliere ich Google-Rankings, wenn ich GPTBot sperre?

Nein, eine Sperre nur für GPTBot ändert nichts am Zugriff von Google. Google liest in der robots.txt die Gruppe, die am genauesten zu seinem eigenen Bot passt. Ein Block mit User-agent: GPTBot gehört nicht dazu. Anders ist es beim allgemeinen Block User-agent: *. Seine Regeln gelten auch für Google, wenn es für Googlebot keine eigene Gruppe gibt. Sperrst du dort alles, sperrst du auch Google aus.

Was ist der Unterschied zwischen GPTBot und OAI-SearchBot?

GPTBot sammelt Inhalte für das Training der KI-Basismodelle von OpenAI, OAI-SearchBot holt Websites in die Suche von ChatGPT. Beide lassen sich laut OpenAI unabhängig voneinander erlauben oder sperren. Sperrst du GPTBot, signalisierst du, dass deine Inhalte nicht ins Training sollen. Sperrst du OAI-SearchBot, erscheint deine Seite nicht in den Suchantworten von ChatGPT, höchstens als Navigationslink. Erlaubst du beide, kann OpenAI einen Abruf für beide Zwecke nutzen.

Wie lange dauert es, bis eine Änderung in der robots.txt wirkt?

Bei OpenAI, Perplexity und Google rechnest du mit bis zu etwa einem Tag. OpenAI nennt für seine Suche rund 24 Stunden, Perplexity bis zu 24 Stunden. Google speichert die robots.txt laut eigener Doku in der Regel bis zu 24 Stunden zwischen, länger, wenn ein neuer Abruf scheitert. Neue Angaben für Microsoft wirken erst, wenn Bing die Seite erneut crawlt. IndexNow kann das laut Microsoft wahrscheinlicher machen, garantiert aber keinen Termin.

Sperrt Google-Extended auch die KI-Übersichten in der Google-Suche?

Google nennt die KI-Übersichten nicht unter den Produkten, die Google-Extended steuert. Die Kennung betrifft laut Google das Training künftiger Gemini-Modelle und das Grounding in den Gemini Apps. Auf die Aufnahme in die Google-Suche hat sie keinen Einfluss. Ob deine Seite in den KI-Übersichten und im AI Mode erscheint, regelst du seit dem 31. August 2026 über einen eigenen Schalter in der Search Console.

Gilt das auch für Websites in der Schweiz?

Ja, technisch gelten dieselben Regeln. Die robots.txt ist ein Internet-Standard. Die Dokumentationen von OpenAI, Anthropic, Perplexity und Google nennen keine Ausnahme für einzelne Länder. Den Schalter für die KI-Funktionen der Google-Suche gibt es laut Google seit dem 31. August 2026 für alle Websites weltweit. Rechtliche Fragen sind damit nicht beantwortet: Ob Schweizer Urheber- oder Datenschutzrecht weitere Schritte verlangt, klärt am besten eine Fachperson.

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Dennis Hanstein, Growth Partner für Websites und KI-Sichtbarkeit

DER AUTOR

Dennis

Hanstein

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Dennis Hanstein baut Websites, die in Google und in KI-Antworten gefunden werden. Im Archive schreibt er über das, was er täglich für Makler und Unternehmen in Südbaden umsetzt.

ROLLE

Growth Partner für Websites und KI-Sichtbarkeit

AUSBILDUNG

Wirtschaftsingenieur

ZERTIFIZIERT

Offizieller Framer Expert

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